Mai 2016

 

Das STOLPERSTEINE-Team möchte mitteilen, dass es erst ab Februar 2017 wieder freie Termine für Verlegungen gibt.


Zum Hintergrund: Wir (Gunter Demnig und sein Team) können pro Monat 440 Steine herstellen und verlegen. Unser Bildhauer Michael Friedrichs-Friedländer schlägt jeden Buchstaben mit der Hand in das Messing ein. Gunter Demnig verlegt bis auf einige Ausnahmen alle Steine selbst.

Gunter Demnig hat sich bewusst für dieses Konzept entschieden und wir möchten dies auch in Zukunft so beibehalten.
Die Nationalsozialisten haben Menschen in Masse ermordet. Die Steine sollen die Namen zurückbringen und an jedes einzelne Schicksal erinnern. Jeder Stein soll per Hand gefertigt und per Hand verlegt werden. Die Verlegungen sind keine Routine; jedes Schicksal bewegt uns und soll bewegen. Wir möchten bewusst keine Massenverlegungen, um der damaligen Massenvernichtung etwas entgegenzusetzen.

Wir hoffen auf Ihr Verständnis und bedanken uns bei allen engagierten Menschen für ihre Geduld.

Für Terminanfragen wenden Sie sich bitte an:

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November 2015

Aufruf der Kunst- und Museumsbibliothek der Stadt Köln (KMB)

Die Kunst- und Museumsbibliothek der Stadt Köln (KMB) ist seit längerem bemüht, einen umfangreichen Dokumentationsbestand zu Gunter Demnig aufzubauen. Unter Dokumentation sind zu verstehen: Zeitungsartikel, Flyer, Broschüren, Veröffentlichungen, Publikationen, Plakate, Fotos, DVD, o.ä. die das Projekt STOLPERSTEINE betreffen. Diese Dokumentation ist, sofern nicht Datenschutzgründe dagegen sprechen, uneingeschränkt der Öffentlichkeit zugänglich. Die KMB hofft, auf diese Weise eine öffentliche zentrale Stelle zu schaffen, die der Forschung über das Projekt STOLPERSTEINE wichtige Impulse geben kann. Die Kunst- und Museumsbibliothek würde sich sehr freuen, wenn Interessierte entsprechende Materialien an sie schicken würden.

Ansprechpartner ist:

Direktion
Dr. Elke Purpus
Kattenbug 18-24
50667 Köln
Email: elke.purpus(at)stadt-koeln.de
Telefon: 0221/221-22438"

Bitte leiten Sie diesen Aufruf an alle Interessierten weiter.

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März 2015

13.03.2015: Die Stadt Königstein verleiht Gunter Demnig den Eugen-Kogon-Preis für das Projekt „Stolpersteine“

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Februar 2015

Frechen, Februar 2015

Liebe Freunde der STOLPERSTEINE,
Sehr geehrte Damen und Herren,

seit Januar 2015 wird das Projekt STOLPERSTEINE / STOLPERSCHWELLEN von der ‚STIFTUNG – SPUREN – Gunter Demnig‘ organisatorisch und operativ geführt. Die Inhalte und Ziele bleiben dieselben wie zuvor und auch die Unkosten sollen konstant bleiben. Ein Stolperstein wird weiterhin 120,- Euro kosten.

Ich freue mich auch weiterhin auf die interessante Zusammenarbeit mit Euch / Ihnen.

Mit herzlichen Grüßen,

Gunter Demnig

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November 2014

 

Offener Brief von Gunter Demnig

betr.: STOLPERSTEINE
hier: Inschriften

Gunter Demnig z.Zt. unterwegs in Holland

An die Schreiberlinge von
TAZ; JA; u.A.!

Sehr geehrte Damen und Herren;---

Sie haben sich in Ihren Artikeln ausgiebig zu den Formulierungen von Inschriften und der damit verbundenen Wortwahl von Begriffen geäußert;--- so missfallen Ihnen die Begriffe: ‚Rassenschande’; ‚Gewohnheitsverbrecher’; ‚Volksschädling’.

Alles Begriffe, die Deutsche Geschichte dokumentieren und von der sog. NS-Justiz erfunden und mit denen unzählige Unrechts – besser >Schandurteile< gefällt wurden.

Bei mir keimt gerade ein Misstrauen: Wollen Sie diese Begriffe nicht auch gleich in den GerichtsAkten schwärzen und anschließend aus den Geschichtsbüchern löschen lassen?

Dazu kam noch eine Erinnerung: mein Geschichtslehrer hat bei dem Ende der Weimarer Republik den Faden verloren und dann nahtlos bei den Römern wieder angefangen --- das ’1000jährige Reich’ war ein Tabu. Da musste ich mir erst Nachhilfe holen. (u.A. bei Rudi Dutschke & Gaston Salvatore)

Aber auf Beifall können Sie gefasst sein und das SchulterKlopfen nähme kein Ende;---- für die Rechte Szene eine SteilVorlage. Und einige der ewiggestrigen Juristen würden sich sicher über die WeissWaschung der dreckigen, blutigen Westen freuen.

Sie schreiben: das Publikum würde das nicht verstehen! Für wie dumm halten Sie denn die Menschheit ??? --- Und selbst wenn, es junge Menschen gibt, die nicht gleich begreifen, so begreifen sie durch die Aufklärung darüber! --- In Ihrem Artikel leider kein Wort darüber, welche vielfältigen Aktionen und Reaktionen die Verlegungen auslösen/mit sich bringen.

>>> Und noch was zu meinem  KunstBegriff: Kunst will keinen Antworten geben --- Kunst will Fragen aufwerfen. (ebenso wie die/unsere Geschichte)
Über STOLPERSTEINE sollen Menschen mit dem Kopf und mit dem Herzen stolpern.

Mit keineswegs freundlichen Grüßen,

Gunter Demnig

 

P.S. Ich bin doch etwas verwundert darüber, welche subjektive Meinungen und schlampige Recherchen in den oben genannten Zeitungen Platz eingeräumt bekommen. In diesem Punkt kann ich nur raten: Haben Sie mehr Mut zur ganzheitlichen Berichterstattung und sorgfältigeren Recherche!!! --- Dann klappt es vielleicht auch irgendwann wieder mit der Glaubwürdigkeit.

P.P.S. Haben wir aus der Geschichte noch nicht genug gelernt, was hetzerische Propaganda gepaart mit Missgunst und subjektivem Klassendenken für Folgen hat???

 

 

 

Juni 2014

 

Das STOLPERSTEINE-Team möchte mitteilen, dass es für das Jahr 2014 leider keine freien Termine mehr für Verlegungen gibt.

STOLPERSTEIN-Verlegungen werden nach Anfrage erst wieder ab Januar 2015 möglich sein.

Zum Hintergrund: Wir (Gunter Demnig und sein Team) können pro Monat 440 Steine herstellen und verlegen. Unser Bildhauer Michael Friedrichs-Friedländer schlägt jeden Buchstaben mit der Hand in das Messing ein. Gunter Demnig verlegt bis auf einige Ausnahmen alle Steine selbst.

Gunter Demnig hat sich bewusst für dieses Konzept entschieden und wir möchten dies auch in Zukunft so beibehalten.
Die Nationalsozialisten haben Menschen in Masse ermordet. Die Steine sollen die Namen zurückbringen und an jedes einzelne Schicksal erinnern. Jeder Stein soll per Hand gefertigt und per Hand verlegt werden. Die Verlegungen sind keine Routine; jedes Schicksal bewegt uns und soll bewegen. Wir möchten bewusst keine Massenverlegungen, um der damaligen Massenvernichtung etwas entgegenzusetzen.

Wir hoffen auf Ihr Verständnis und bedanken uns bei allen engagierten Menschen für ihre Geduld.

Für Terminanfragen wenden Sie sich bitte an:

Januar 2014

20.01.2014: Verleihung des BZ-Kulturpreises in Berlin

Foto: S. Purschke

November 2013

16.11.2013: Verleihung des Lothar-Kreyssig-Friedenspreises in Magdeburg

Dezember 2012

02.12.2012: Verleihung Marion Dönhoff Preis für internationale Verständigung und Versöhnung in Hamburg

Verleihung des Marion Dönhoff Förderpreises für internationale Verständigung und Versöhnung, Dezember 2012
Verleihung des Marion Dönhoff Förderpreises für internationale Verständigung und Versöhnung, Dezember 2012

November 2012

25.11.2012: Verleihung des Erich-Kästner-Preises in Dresden

07.11.2012

Verleihung des Europäischen Bürgerpreises in Brüssel

Verleihung Europäischer Bürgerpreis
Vorderseite der Medaille
Rückseite der Medaille

Mai 2012


Stolpersteine in Ettenheim

Gemeinderat revidiert seine Entscheidung von 2010.
Drei weitere STOLPERSTEINE dürfen in Ettenheim verlegt werden - auch gegen den Willen der Hausbesitzer.
Nach längerer Diskussion eine breite Mehrheit (27 zu 7 Gegenstimmen) für die Verlegung.
Bürgermeister Metz: 'Mehr als siebzig Jahre nach der Reichspogromnacht stellt niemand mehr einen Bezug zwischen den heutigen Hausbesitzern und den damaligen Bewohnern her.'

http://www.gegen-vergessen.de/regionale-ags/detailseite/article/stolpersteine-in-ettenheim.html

New York
Verleihung des Dr.Bernhard-Heller-Preises in Temple Emanu-El (One East,65th Street; N.Y.,N.Y.) am 3. Mai in New York

April 2012


Stuttgart

Vörführung des Films STUTTGARTER STOLPERSTEINE mit anschließender Diskussion am 15. April.

Schloss Ludwigsburg
Verleihung des Verdienstordens des Landes Baden-Württemberg am 28. April in Schloss Ludwigsburg.

November 2011

 

Bericht über Gunter Demnig auf dem SWR
>>> 13.Nov '11; 10.30 h; SWR TV <<<
MENSCHEN UNTER UNS
Die Gedenksteine des Gunter Demnig
' Ich bin da so hineingestolpert ... '

Oktober 2011

 

DeutschlandFest Bonn 2011

Gedenkstätte für die Bonner Opfer des Nationalsozialismus
An der Synagoge e.V.
Franziskanerstr. 9
53113 Bonn

Samstag 2ter Okt '11 14.oo - 18.oo h
STOLPERSTEINE --- Gunter Demnig stellt sein Projekt vor
Informationen, Diskussionen, Gespräche
16.oo h Vortrag (möglich; nach Bedarf)

gedenkstaette-bonn(at)netcologne.de

Juli 2011


Steuerprüfung '04 bis '08

Eine gute und eine weniger gute Nachricht

Die meisten kennen vielleicht diese ’Geschichte’, dennoch hier eine kurze Chronik:
Anfang 2o1o erfolgte die Aufforderung, die Akten o6 bis o8 zu einer Steuerprüfung beim Finanzamt Köln-Altstadt einzureichen. Was wie ein ganz normaler Vorgang aussah, der jeden treffen kann, wuchs sich bald zu einem Alptraum aus. Die STOLPERSTEINE seien kein Kunstwerk mehr, da es inzwischen zu viele geworden sind. Von daher wurde entschieden; es ist ein „fabrikmäßig betriebenes Gewerbe“. Unsere Einsprüche und die Gutachten von Dr. Elke Purpus, Dr. Rolf Sachsse und Dr. Manfred Schneckenburger bewirkten nichts. Zwar war nun die Gewerbesteuer vom Tisch; aber der Steuersatz sollte plötzlich nicht der ermäßigte für ein Kunstwerk sein (7%), sondern volle 19% betragen - mit der Begründung, Stolpersteine seien ’Hinweisschilder aus Messingblech’ - laut Gutachten der zuständigen Zollbehörde.
Es stand eine Nachzahlung von ca. € 15o.ooo,-- zur Debatte sowie der Steuersatz von zukünftig 19% !
Meiner Steuerberaterin, Maxi Karine Stamer, ist bei soviel Ignoranz ’der Kragen geplatzt’ und wir gingen an die Öffentlichkeit --- unterstützt von Rechtsanwalt Guido Theißen. Nachdem die Sendung MONITOR das Thema aufgegriffen hatte, wurde die geforderte Nachzahlung fallen gelassen; dennoch wollte das Finanzamt zukünftig 19% berechnen. Dies war für mich ein skandalöser Kompromiss und das Problem damit noch immer nicht vom Tisch. Es folgte eine erneute Überprüfung;--- das Ergebnis teilte mir der NRW-Finanzminister Dr.Norbert Walter-Borjahns persönlich am Telephon mit:
Das Projekt/die Aktion wird als GesamtKunstwerk gesehen und es bleibt bei dem Steuersatz von 7% --- nicht der einzelne STOLPERSTEIN, sondern alle zusammen sollen als ein wachsendes KunstDenkMal gesehen werden.

Und nun die weniger gute Nachricht:
Wir haben den Preis für die Steine 1o Jahre stabil gehalten und wurden immer wieder gefragt: Wie macht ihr das eigentlich?
Aber die Preise sind in dieser Zeit zum Teil erheblich gestiegen: für Messing allein um 1oo% ; die Fahrtkosten schlagen höher zu Buche; das HelferTeam ist größer geworden; ... Deshalb müssen wir auch den Preis für Patenschaften anheben.
Ab Januar 2012 werden für jeden STOLPERSTEIN € 120,--berechnet.
Wir bitten um Verständnis und dementsprechende Informationen an die Paten.

Gunter Demnig

15.11.2010


Stolpersteine in der "Lindenstraße"

Wir möchten darauf aufmerksam machen, dass die „Stolpersteine“ ein Thema in folgenden Sendungen der „Lindenstraße“ sein werden: Am 14. November trägt die Sendung zugleich den Titel „Stolperstein“. Weiter geht es am 21. November und am 28. November. Die Verlegung der Steine erfolgt in der Episode am 5.12.2010. Dabei wird auf die „besondere“ Situation Münchens hingewiesen. Die Sendungen werden jeweils sonntags um 18.50 h in der ARD ausgestrahlt.

12.10.2010


Vor meiner Haustür

"Stolpersteine" von Gunter Demnig, Ein Begleitbuch
Herausgegeben von Joachim Rönneper, Arachne Verlag Gelsenkirchen, www.arachne-verlag.de
Klappenbroschur , 16 x 23 cm, ISBN 978-3-932005-40-4, 24,- Euro

 
Foto: Karin Richert

Wer nicht stolpert, geht nicht
Dieser anthologische Sammelband vermittelt erstmals aus literarischer, dokumentarischer und kunsthistorischer Perspektive das europäische Kunstprojekt "Stolpersteine": ein Begleitbuch für vielerorts. Der editorische Spannungsbogen des Buches ist weit: Nach Informationen zum Projekt begegnet man im Hauptteil u.a. Kurzgeschichten, Gedichten, in denen Verfolgung, existentielle Beraubung und Exil mit Angst und Entsetzen vor Augen geführt werden. Es sind Texte von Überlebenden, Texte, die auf die millionenfache Menschenvernichtung während der NS-Zeit zeigen und die Hand in die Wunde unsäglicher Erschütterung legen. Der letzte Abschnitt widmet sich dem Künstler Gunter Demnig und macht deutlich, wie das Projekt "Stolpersteine" aus seinem Kunstverständnis hervorging.

Ein Foto, ein Titelbild, abgelichtet ein Mädchen, ich nenne sie Anna, Aufnahme s/w, ein Fahrrad an einer Hauswand, keine Straßenflucht, Pflastersteine, ein Bürgersteig. Anna hockt unweit eines Hauseinganges. Eigen ist sie gekleidet, die Hose eher großflächig kariert, im Gegensatz dazu ihr Pullover, Wollknäuel punktiert, Turnschuhe. Die Hände stützen einen hellen Kopf. Verschränkte Arme sehen anders aus. In ihrem langärmeligen Pullover hat sie ihre Hände fast versteckt: kleine Kissen für zarte Wangen. Sie liest Buchstaben, Wörter, keinen Fließtext. Sie weiß noch nicht, was sie da liest: HIER WOHNTE, deportiert, ermordet, in den Tod geflüchtet, Geburtsjahre und Todesdaten, Namen. Anna hockt vor Stolpersteinen, die nicht im Wege stehen. In aller Welt hocken Kinder zum Spielen nieder, in diesem Fall ein unbekanntes Mädchen, Anna, zurückgekämmt ihr feines Haar, die Ohren frei, das Gesicht bis zur Nase verdeckt, keine Chance für ein Phantombild. Anna aber spielt nicht, sie liest Inschriften, beinahe andächtig. Sie liest für alle einen oder zwei Stolpersteine. Theresienstadt. Was heißt das schon - KZ? Der elfte und der letzte Buchstabe im Alphabet. Kinder lernen. Wir sind das, woran wir uns erinnern. Auch Kinder gingen in Rauch auf - kein Sandkasten, kein Puppenwagen, kein Himmel mehr: Vor meiner Haustür.

Joachim Rönneper

Kontaktadresse:
Joachim Rönneper
www.joachim-roenneper.de

04.02.2010


Verlegung in Rom am 28. Januar 2010

An 8 Verlegeorten erinnern nun auch in der italienischen Hauptstadt die Stolpersteine an 31  NS-Opfer und Opfer des Faschismus. Eine Besonderheit dabei bildete die Verlegung der Stolpersteine vor der Carabinieri-Kaserne in der Viale Giulio Cesare für die Angehörigen der Carabinieri, junge Männer zwischen 20-25 Jahren, die sich damals den Befehlen der SS verweigert hatten, sich an den Deportationen zu beteiligen und so selber am 7. Oktober 1943 in den Tod deportiert worden sind. Eine Ehrenabordnung der Carabinieri nahm an der Verlegung dieser speziellen 12 Stolpersteine teil.

Carla Di Veroli, Ministerialrätin für Kulturpolitik, sagte: “Wir dürfen nicht vergessen, dass die Juden und Angehörigen anderer Opfergruppen deportiert wurden, weil die Nazis es befahlen, sondern auch, weil die italienischen Faschisten in den städtischen Ämtern das Hitler-Regime unterstützen. Sie gaben Listen mit den Namen und Wohnungen der Juden und  anderen NS-Opfern an die Nazis weiter und wirkten so  aktiv an den Deportationen der Menschen in die Vernichtungslager der Nazis mit.” 

Die Stolpersteine sind nun ein bleibendes Zeichen der Erinnerungskultur, real und greifbar, schlicht und unaufdringlich sind sie Teil der Stadt Rom, ein integraler Bestandteil des täglichen Lebens geworden.

03.04.2009


Am 26. April 2009 erhält Gunter Demnig in Lübeck den Erich-Mühsam-Preis. Dieser wird alle zwei Jahre an Personen und Gruppen verliehen, die sich mit Zivilcourage und Idealismus für soziale Gerechtigkeit und verfolgte Minderheiten einsetzen.

 

Darüber hinaus zeichnet ihn die Jüdische Gemeinde Düsseldorf am 23. September 2009 mit der Josef-Neuberger-Medaille aus.
Diese wird jährlich seit 1991 an nicht-jüdische Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens vergeben.
2008 erhielt Bundeskanzlerin Angela Merkel die Medaille.

20.08.2008


Der Dokumentarfilm "STOLPERSTEIN"
73 min dt. / engl UT
Ein Film von Dörte Franke

Eine Produktion von HANFGARN & UFER Filmproduktion Berlin und TROIKA Entertainment Köln


+ wurde am 13. Juli 2008 auf dem renommierten Internationalen Filmfestival Locarno aufgeführt

+ Ausstrahlung der 52-minütigen Version am 7. September 2008 um 13:00 auf ARTE

+ am 8. Oktober 2008 auf dem Filmfestival in Osnabrück

+ am 1. November 2008 Kino-Premiere im Kölner Odeo-Kino

+ ab dem 6. November 2008 bundesweiter Kinostart

Es gibt die Möglichkeit, den Film auch in anderen Städten und Orten zu zeigen. Wer daran Interesse, bzw. auch Verbindungen zu örtlichen Kinobetreibern oder anderen Veranstaltungsorten hat, kann sich jederzeit mit dem Kino-Verleiher Jürgen Lütz in Verbindung setzen.
Jede öffentliche Aufführung muss von ihm lizensiert werden.
Eine Aufführungslizens kostet (in der Regel) 130,- Euro.

Ansprechpartner ist:
Jürgen Lütz
juergen.luetz(at)filmkinotext.de
www.filmkinotext.de
Tel. 0228 / 42 07 67

Eine DVD des Dokumentarfilms STOLPERSTEIN können Sie im Internet bestellen unter: amazon.de oder "Good movies".
Falls Sie dazu noch Fragen wenden Sie sich bitte direkt an die Produzentin:

Andrea Ufer
HANFGARN & UFER Filmproduktion
Reichenberger Str. 124
D - 10999 Berlin
Telefon: +49-30-84 85 5016
Fax: +49-30-84 85 5015
Mobil: 0177 88 333 95
e-mail: ufer(at)hu-film.de
www.HU-film.de

Kurz-Synopsis

Der Film Stolperstein ist sowohl Künstlerporträt als auch Roadmovie und zugleich die Geschichte des größten, dezentralen Denkmals der Welt. Im Zentrum steht Gunter Demnig, Konzept-Künstler mit Cowboyhut, der mittlerweile über 17.000 Namen vergessener Nazi-Opfer in die Bürgersteige Deutschlands und Europas einbetoniert hat.
Sein Projekt wird von Neonazis bekämpft, Vertretern der Jüdischen Gemeinde abgelehnt und ist mancherorts sogar verboten. Doch hinter jedem „Stolperstein“ stehen engagierte Helfer und private Spenden. In den letzten Jahren hat sich eine regelrechte Bürgerbewegung formiert, die täglich weiter wächst.
Der Film begleitet einen rastlosen Künstler, der es sich zur Lebensaufgabe gemacht hat, ausgelöschte Biografien zurück in den Alltag zu bringen. Und Gunter Demnigs Weg führt uns zu Menschen, bei denen diese Minidenkmäler auf ganz unterschiedliche Weise einen Nerv treffen: Zwei Sinti-Angehörige in Österreich sehen darin einen Grabsteinersatz für ihren Großvater, während in Hamburg drei Frauen mühevoll „Stolpersteine“ polieren, um das schwierige Erbe ihrer SS-Väter zu verarbeiten. Ein Mann in England kämpft um Stolpersteine vor dem Haus seiner ermordeten Eltern in München und scheitert am Münchner Bürger-meister und Charlotte Knobloch vom Zentralrat der Juden in Deutschland.
Eine junge Frau in Ungarn will durch das Kunstprojekt ihre Landsleute zum Reden über eine verdrängte Vergangenheit bringen.
Immer mehr Menschen sehen in Gunter Demnigs kleinen Messingplatten eine Möglichkeit, der Geschichte zu begegnen. Die immense Nachfrage ist kaum mehr zu bewältigen. Der Künstler will aber weiterhin jeden Stein in mühsamer Handarbeit fertigen und verlegen, weil er davon überzeugt ist, dass nur so ein individuelles Schicksal nach Hause gebracht werden kann.

Der Film wurde in Koproduktion mit NDR, WDR und dem österreichischen Fernsehen ORF in Zusammenarbeit mit ARTE hergestellt. Filmförderung von Nordmedia, Verleihförderung von Filmstiftung NRW.

Fassungen: 73 min / 52 min / 45 min + dt. / engl UT

Festivals: Locarno, Leipzig, Osnabrück, Rom, Biberach, London, Amsterdam 2008, New York 2009; Preis: “Dokubiber” Bester Dokumentarfilm 2008, Biberach

14.06.2008


Gunter Demnig ist für das Projekt STOLPERSTEINE am 23. Mai 2008 in Berlin von Bundesinnenminister Dr. Wolfgang Schäuble und Bundesjustizministerin Brigitte Zypries der Preis „Botschafter für Demokratie und Toleranz“ verliehen worden.

Die Preisverleihung bildete den Höhepunkt des Jugendkongresses zum Tag des Grundgesetzes.
Damit werden Einzelpersonen und Initiativen geehrt, die in herausragender Weise die Werte des Grundgesetzes täglich leben und umsetzen.

Unser persönlicher Dank gebührt ebenso allen Paten, Helfern und Initiativen vor Ort.

Herzliche Grüße von Uta Franke und Gunter Demnig

Foto: BMI
Foto: BMI

17.05.2007


Verlegen und Ausstellung in Budapest

 

 

 

 

 

Galerie 2 b, Budapest

 

Galerie 2 b, Budapest

 

11.05.2007


Erste STOLPERSTEINE in Budapest:

Am 27. April 2007 sind drei STOLPERSTEINE von Gunter Demnig verlegt worden.
In der Ráday Straße vor Hausnummer: 5 ein Stein für RÓNAI BÉLA
+ Hausnummer 25 ein Stein für VIDOR/WEISZ OSZKÁR<
+ Hausnummer 31 für POLLÁK IMRE

27.04.2007


Ausstellungseröffnung zum Projekt STOLPERSTEINE in der Galerie 2B. 
Erstellt in Zusammenarbeit mit dem NS-Dokumentationszentrum Köln.

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26.04.2007


Gunter Demnig hielt einen Dia-Vortrag über das Projekt im Goetheinstitut.
Anschließende Podiumsdiskussion, Teilnehmer: Agnes Berger (Initiatorin der STOLPERSTEINE in Ungarn), Leiter des NS-Dokumentationszentrum Köln Dr. Werner Jung in Köln, Projektkoordinatorin Uta Franke und Historiker László Karsai

01.09.2006


Für das Projekt STOLPERSTEINE wurde Gunter Demnig am 20. August 2006 die "Alternative Ehrenbürgerschaft" der Stadt Köln verliehen.

Presse

Kölner Stadt-Anzeiger, 17. August 2006:
Stolpersteine in den Weg gelegt Künstler Gunter Demnig erhält die
„Alternative Ehrenbürgerschaft“ mehr

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 2. September 2006:
Stolpersteine Köln ehrt Gunter Demnig alternativ mehr

20.11.2005


24. Verleihung des Jugendpreises "DAS ROTE TUCH"
an Gunter Demnig für die bundesweit verlegten STOLPERSTEINE Am 20. November 2005, 12 Uhr in der Schiller-Oberschule/Bln.-Charlottenburg Die Laudatio hält Walter Momper
"DAS ROTE TUCH" ist ein seit 1978 jährlich von der SPD Charlottenburg-Wilmersdorf mit Unterstützung des Berliner SPD-Landesverbandes gestifteter Jugendmedienpreis

15.10.2005


Für das Projekt STOLPERSTEINE wurde Gunter Demnig am 4. Oktober 2005, in der Orangerie des Schlosses Charlottenburg der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland durch Bundespräsident Horst Köhler verliehen.